Mein Baby will keinen Mittagsschlaf

Baby will keinen Mittagsschlaf

Während des Mittagsschlafs erholen sich Babys von den Erlebnissen und sammeln Kraft, um den übrigen Tag zu überstehen.

Eltern kennen wahrscheinlich die quengelnden Kinder, die mittags nicht oder zu kurz geschlafen haben.

Zudem benötigen sie den Mittagsschlaf für das Wachstum und die Gesundheit. Doch was, wenn sie sich einfach nicht dazu bewegen lassen?

Hier ein paar Tipps von uns.

#1 Passenden Zeitpunkt für den Mittagsschlaf wählen

Der Nachtschlaf reicht bei Babys nicht aus, um genügend Energie für den gesamten Tag zu tanken. Nur in der Kombination mit einem Mittagsschlaf gelingt dies.

Doch wie schaffst Du es, das Kind mittags ins Bett und zum Schlafen zu bekommen?

Achte auf den passenden Moment, denn Kinder signalisieren die Müdigkeit in der Form von verschiedenen Anzeichen: Reibt es sich an den Augen, wird quengelig oder bekommt vielleicht auch grundlos Wutausbrüche, erkennst Du, dass Dein Kind den Herausforderungen nicht mehr gewachsen ist und eine Pause von den Anstrengungen benötigt.

Lege es dann zum Mittagsschlaf ins Bettchen. Das könnte zwischen 12 und 14.30 Uhr der Fall sein.

Das Gehirn des Kindes wird entlastet, da es die Erlebnisse des Vormittags verarbeiten kann.

Wenn Du den richtigen Moment verpasst, ist es wieder munter oder aufgedreht. Eine Regelmäßigkeit hilft dem Baby dabei, einen optimalen Tag-Nacht-Rhythmus zu finden und sich an den Mittagsschlaf zu gewöhnen.

#2 Wie lange sollten Kinder mittags schlafen?

Wie lange der Mittagsschlaf am besten dauert, dies kann je nach Schlafbedarf variieren.
So benötigt das eine Baby vielleicht nur 30 Minuten und das andere drei Stunden, um wieder fit zu sein.

Finde heraus, wann Dein Kind ausreichend geschlafen hat. Die genaue Dauer hängt auch von den Erlebnissen, Eindrücken und Aktivitäten des Vormittags ab.

Zwischen dem Mittagsschlaf und abendlichen Zubettgehen sollten mindestens vier Stunden liegen, denn sonst könnte das Kind abends Probleme haben, einzuschlafen.

Generell sind die Ruhephasen wichtig. Du solltest sie mindestens bis zum Kindergartenalter einhalten.

#3 Der Raum darf hell sein

Viele Eltern denken, dass der Raum mittags dunkel sein muss, damit das Baby gut schlafen kann.

Doch dadurch gerät der Tag-Nacht-Rhythmus des Kindes aus dem Gleichgewicht und es schläft vielleicht zu lange.

Dann wiederum kannst Du abends Probleme haben, es zum Schlafen zu bewegen.

Der Raum sollte daher hell sein.

Fällt es Deinem Kind zu schwer, einzuschlafen, kannst du ihn auch abdunkeln, um die Nacht zu simulieren.

Übe keinen Druck oder Zwang auf das Kind aus. Meide Nervosität und Anspannung oder lasse es Dir zumindest nicht anmerken, denn beides wird schnell auf das Baby übertragen und dann ist an Schlaf erst recht nicht mehr zu denken.

#4 Rituale erleichtern das Einschlafen

Rituale können Dein Kind dabei unterstützen, schlafen zu können, beispielsweise indem es ein Kuscheltier mitnimmt, das ebenso Mittagsschlaf hält.

Du kannst auch ein Hörspiel oder ruhige Musik anschalten. Solche Rituale sind wichtig und hilfreich, nicht nur mittags, sondern auch abends.

Meide vor jedem Schlafen eine Reizüberflutung. Das Schaukeln des Stubenwagens lässt die Äuglein des Kindes leichter zufallen. Es eignet sich daher in den ersten Lebensmonaten besser als ein fest stehendes Bett.

Kann Dein Kind einfach nicht einschlafen, lässt Du es am besten wach liegen, denn auch hierbei findet es Entspannung.

Eine Pause von einer halben Stunde genügt wahrscheinlich, um für den Nachmittag neue Energie zu sammeln.

Rund 50% der Kinder macht ab einem Alter von drei bis vier Jahren keinen Mittagsschlaf mehr. Dass dies der richtige Zeitpunkt ist, erkennst Du, wenn es abends nicht mehr richtig zur Ruhe kommt.

Übrigens:

Dein Baby wird garantiert nicht mittags schlafen, wenn es beispielsweise Hunger hat, die Windel voll ist oder es ihm nicht gut geht.
Sorge daher dafür, dass rundherum alles passt, damit es überhaupt in der Lage ist, ein- und durchzuschlafen.

Wenn Du die genannten Tipps beachtest, klappt es bestimmt besser mit dem Mittagsschlaf.

Die meisten Eltern kennen es: Das Kind ist den ganzen Tag über viel besser gelaunt, wenn es nach dem Essen geschlafen hat.

Fazit: Das Baby nimmt sich seinen Schlaf schon

Fällt die Ruhezeit aus, werden die Kleinen quengelig und gereizt. Halten sie Mittagsschlaf, gewinnen sie neue Energie. Sie sind viel ausgeglichener und überstehen den restlichen Tag stressfreier.

Auch für die Gesundheit, die Entwicklung und das Wachstum ist ausreichend Schlaf wichtig. Das Gehirn des Kindes verankert laut Schlafforschern während des Schlafens die Erfahrungen des Tages und knüpft neuronale Verbindungen.

Da der Bedarf eines jeden Kindes verschieden ist, lässt sich die ideale Dauer des Mittagsschlafes nicht pauschal sagen.

Achte auf Anzeichen von Müdigkeit und lege das Baby dann in das Bett. Kleine Rituale wie die Mitnahme eines Plüschtiers oder das Aufziehen der Lieblingsspieluhr können Deinem Kind beim Einschlafen helfen. Lasse den Raum ruhig hell, da der Tagesschlaf nicht so tief sein soll wie der Nachtschlaf. Auch die Dauer ist kürzer, damit Dein Kind abends einschlafen kann.